Press Releases 2010
26.03.2010
Von großem ESA-Auftrag profitiert auch SpaceTech
Meteosat-Wettersatelliten sollen auch in Immenstaad mitentwickelt werden
Immenstaad - Die Firma SpaceTech (STI) ist ihrem Ziel, eigene Satelliten zu entwickeln, einen Schritt näher gerückt. Ein großer Auftrag wird zur Zeit verhandelt und SpaceTech plant deshalb mindestens 30 neue, qualifizierte Raumfahrtspezialisten einzustellen.
Als Unterauftragnehmer soll SpaceTech mit eingebunden werden in das Systemteam des Bremer Raumfahrtunternehmens OHB-System AG, das wiederum im Konsortium mit der französisch-italienischen Thales Alenia Space (TAS) zur Verhandlung mit ESA (Europäische Raumfahrtbehörde) für den Bau von sechs Meteosat-Wettersatelliten der dritten Generation ausgewählt wurde. Es wird spannend, denn die konkreten Vertragsverhandlungen haben am 24.03. begonnen und sollen bis Juni abgeschlossen sein.
Die neuen Meteosat-Satelliten der dritten Generation (MTG) sollen ab 2016 für bessere Wettervorhersagen sorgen. Zwei komplette Satelliten und die Plattformen für weitere vier Satelliten sollen in Bremen bei der OHB-System AG entwickelt und gebaut werden. Die OHB-Tochter Kayser-Threde GmbH aus München soll für die beiden Hauptinstrumente der zwei in Deutschland gebauten Satelliten sowie für das Teleskop der französischen Satelliten verantwortlich sein.
Die Firma SpaceTech GmbH (STI) wiederum unterstützt das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB maßgeblich beim System-Management und der Systemintegration der beiden deutschen Satelliten. STI wird verantwortlich für die Verifikation und Tests der beiden Satelliten sein. Damit erzielt das Immenstaader Systemhaus STI als Unterauftragnehmer des französisch-italienisch-deutschen Raumfahrtkonsortiums TAS/OHB einen Durchbruch in der Anerkennung der Entwicklungskompetenz von Satellitensystemen.
Ein großer Teil der für die deutsche Industrie vorgesehenen Wertschöpfung von insgesamt 400 M€ soll noch in diesem Jahr vom TAS/OHB Konsortium ausgeschrieben werden. Davon werden sicher neben Astrium auch viele kleinere Firmen, wie SpaceTech, profitieren.
Die SpaceTech GmbH (STI) wurde 2004 in Immenstaad von früheren Astrium Mitarbeitern als Unternehmen für Satellitensysteme gegründet. Die Arbeitsbereiche decken die System Auslegung und Komponentenentwicklung in Raumfahrtprogrammen ab, aber auch terrestrische Anwendungen im Bereich Umweltüberwachungssysteme.
STI führt Technologieprogramme vom ersten Design, Fertigung und Test, bis letztlich zur in-orbit Lieferung aus. Das Hauptziel der Firma ist jedoch die Entwicklung und Umsetzung wissenschaftlicher Satelliten und Fernerkundungssatelliten im erdnahen Orbit.
12.03.2010
Es wird eng im neuen Haus: SpaceTech GmbH (STI) auf Erfolgskurs
Immenstaad - Bereits ein Jahr nach dem Umzug in ein großzügiges neues Bürohaus mit eigenem Reinraum in Kippenhausen bei Immenstaad wird es für die Hi Tech Firma SpaceTech GmbH (STI) zu eng. Aufgrund weltweiter Aufträge sucht die Firma weitere Mitarbeiter und plant einen neuen Bau.
Zur Zeit arbeitet STI unter anderem an DEOS, der ersten deutschen orbitalen Servicing Mission zur Rettung bzw. kontrollierten Entsorgung gestrandeter Satelliten, an einer Lieferung eines Erdbeobachtungssatelliten nach Taiwan, sowie an einem Solargenerator für die türkische Erdbeobachtungsmission Göktürk-2.
Außerdem plant STI einen eigenen Satelliten für die Europäische Weltraumbehörde ESA zur Messung der Atmosphärenqualität als Teil des Umweltüberwachungssystems (GMES) und ist beteiligt am Angebot zum Bau von Wettersatelliten der dritten Generation, „MTG“, (bekannt auch als Meteosat), inklusive Bodenstation und der dazugehörigen Technik, sowie am Ausbau mechanischer Präzisionskomponenten und optischer Teilsysteme der MTG –S und MTG-I Satelliten.
Für die beiden Geschäftsführer Bernhard Doll und Jost Munder sind ihre Mitarbeiter entscheidend an dem Erfolg ihres expandierenden Unternehmens beteiligt. Hier verbirgt sich auch das Geheimrezept von STI, wie Bernhard Doll erklärt. "Unser Betriebsklima ist ausgezeichnet und das motiviert unsere Mitarbeiter." Er lege zum Beispiel Wert auf gemeinsame Ziele durch Firmenbeteiligung aller Mitarbeiter und er sei stolz auf eine gesunde Mischung aus Innovation, Motivation und Erfahrung aufgrund der unterschiedlichen Altersgruppen in seinem Unternehmen. Und damit der Spaß neben der Arbeit nicht zu kurz kommt, hat das STI-Gebäude einen eigenen Bouleplatz, Billardtisch, Kicker, usw.
Die beiden STI Geschäftsführer planen in unmittelbarer Zukunft, bis zu 40 weitere Mitarbeiter für alle Raumfahrtbereiche einzustellen. Da es dann in dem jetzigen Gebäude zu eng wird, ist bereits ein zweites ebenso großes Gebäude direkt neben dem "alten" STI-Haus in Planung.
Der Weltraum und das Ziel von STI, im eigenen Reinraum Satelliten zu bauen, rücken noch näher nach Immenstaad heran.